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Sebastian Mücke von webmuecke.de Infofeld schließen
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    Sebastian Mücke
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    08 Juli 1984
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    34 Jahre
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  • Beruf/Tätigkeit

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Firefox 63 blockt Tracking-Software

Firefox 63 blockt automatisch Tracking-Software

veröffentlicht: 05.09.2018 - Sebastian Mücke

Mozilla will künftig in ihrem Browser Firefox hart gegen Tracking durchgreifen. Mit der Version 63 des beliebten Browsers wird das Tracking automatisch blockiert. Das kann man in einem aktuellen Blogbeitrag von Mozilla nachlesen. Mozilla beginnt mit folgendem Zitat die Erklärung, warum das Sammeln von Daten im Firefox in Zukunft für den Nutzer besser geregelt sein wird:

„Jeder, der kein Experte im Internet ist, würde sich schwer tun zu erklären, wie das Tracking im Internet tatsächlich funktioniert.“

Die Maßnahmen gegen das tracken von Webanalyse-Software dienen dem Schutz der User und deren Privatsphäre. Außerdem wird eine Optimierung der Ladezeit und die damit verbundene Verbesserung des Nutzererlebnisses als wesentlicher Grund für das blockieren genannt.

Kommende Funktionen und Verbesserungen

Verbesserung der Lade-Performance von Webseiten

Tracking verlangsamt das Web und beeinflusst das Surfverhalten der User. So schreibt Mozilla, das in einer Studie von Ghostery 55,4% der gesamten Zeit, die für das laden einer durchschnittlichen Website benötigt wurde, für das laden von Tracking-Diensten benötigt wird. Für Benutzer in schlechten und langsamen Netzwerken (bspw. Mobilfunknetze mit ungünstigem Empfang) ist dieser Effekt sicherlich noch viel schlimmer.
Lange Ladezeiten auf Webseiten sind schädlich für die Erfahrung die ein Nutzer auf einer Website macht. Nicht selten führen lange Ladezeiten auf Webseiten zum Abbruch und dem Verlust des Besuchers auf der Seite. Genau diese Punkte erwähnt Mozilla als ausschlaggebend für die Implementierung von Tracking-Blockern in ihrem Browser. Bereits für September 2018 sind Tests dieser neuen Funktionen geplant. Sollten diese Ansätze gut funktionieren und bei den Nutzern gut ankommen, wird bereits Firefox 63 standardmäßig langsam ladende Tracker blockieren.

Seitenübergreifendes Tracking entfernen

Mozilla führt dabei ein Vergleich zur realen Welt auf und erklärt, das in der physischen Welt, Kunden die Geschäfte oder öffentliche Plätze Besuchen, nicht erwarten, dass Hunderte von Anbietern ihnen von Geschäft zu Geschäft folgen und die Produkte ausspionieren, für die sie sich interessieren oder kaufen. Dabei sollte nach Ansicht von Mozilla der Benutzer im Internet die gleichen Erwartungen an die Privatsphäre haben dürfen. In der Realität sieht das jedoch anders aus, so werden Benutzer im Internet von Webseite zu Webseite verfolgt. Mozilla möchte mit diesem Ansatz den Benutzer dabei unterstützen, das von ihnen erwartete und verdiente Maß an Privatsphäre zu erreichen.

Warum macht Mozilla das?

Nach allem was in dem Blogbeitrag zu lesen ist, möchte Mozilla seinen Benutzern die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden wie viele oder ob sie überhaupt Daten an Tracking-Software weitergeben. Im Jahr 2004 konnte Mozilla schon mit seinem Integrierten Pop-Up-Blocker viele Nutzer glücklich machen und nötigte quasi die Werbeplattformen zum Umdenken. Für 2018 und den hier beschriebenen Maßnahmen erhofft sich Mozilla einen ähnlichen Effekt.

Mein Fazit:

Ich selbst sehe diese Maßnahme eher kritisch. Das tracken und analysieren von Benutzerverhalten, dient in aller Regel nicht dazu, die Privatsphäre der Benutzer zu verletzen. In Meiner Branche ist es sehr wichtig, Daten aus den im Artikel ganz vereinheitlichten „Trackern“ für die Optimierung einer Website zu nutzen. Dabei muss ich jedoch anmerken, dass nicht mit personenbezogenen Daten gearbeitet wird. Nehmen wir als Beispiel eine Seitenoptimierung. Anhand der Analyse kann festgestellt werden, dass bspw. am Vortag 100 Besucher auf Seite XY waren. Wenn davon jedoch 97 Besucher sofort wieder die Seite verlassen, ist das ein Anzeichen dafür, das mit dem Inhalt der Seite etwas nicht stimmt. Hier sehe ich keinen Nachteil für den Benutzer. Man kann davon ausgehen, dass der Inhalt entsprechend verbessert wird und nachfolgende Besucher davon profitieren. Es werden ja schließlich kein Name, Alter, oder sonstige personenbezogene Daten verwendet.

Im Bereich Werbung und Werbeanzeigen verhält es sich ganz ähnlich. Ich vertrete den Standpunkt, dass es mir lieber ist, ich bekomme Produkte als Werbevorschlag angezeigt die mich tendenziell interessieren, als das ich komplett unpassende „nervige“ Werbung sehen muss. Auch hier hat meiner Meinung nach der Benutzer nicht unbedingt einen Nachteil. Das Argument der schlechteren Ladezeit würde ich auch mit Vorsicht genießen. Ich kann mir vorstellen die solchen Werte bei den großen Playern die tatsächlich massig Tracking einsetzen zustande kommen. Ich bezweifele jedoch das diese Werte bei normalen Websites erreicht werden.

Generell sehe ich aktuell die ganze Sensibilisierung zum Thema Datenschutz und auch die DSGVO mit deren Auswirkungen als Entwicklungsbremse. Wie so oft wird auch hier „gut gedacht aber schlecht gemacht“. Das Ziel den großen Datenkraken den Kampf anzusagen und diese Auszubremsen ist fehlgeschlagen, denn diese verfügen über die finanziellen Mittel um ihre Workflows oder Methoden anzupassen. Am Ende geht es doch auf Kosten der kleinen weniger Finanzstarken.

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